- Captain America: Wenig überraschend, aber der "brilliante" Regisseur von Rocket Man oder Jumanji (Joe Johnston) versagt auf ganzer Linie. Auch wenn Hugo Weaving (Matrix, V) den rotgesichtigen Bösewicht mit altgewohnter Inbrunst gibt, hier stimmt wenig... Chris Evans hat in den Losers und Scott Pilgrim gezeigt, was er kann, hier läßt es sich hingegen nur erahnen. Was bleibt, ist eine lieblose Aneinanderreihung von Szenen, die man so oder ähnlich schon in zig anderen Comicverfilmungen gesehen hat und eine Exposition, die in ihrer viel zu gewollten Ironie mehr als eine volle Stunde lang höchstens zu eingeschlafenen Füßen führt. Ein stinkiger, peinlicher Langeweiler vor dem Herrn und damit gerade mal 3/10 patriotische Heldentaten wert.
- X-Men - First Class: Erstaunlicherweise tatsächlich erstklassig, was Matthew Vaughn hier gedreht hat! Absolut grandios gecastete Schauspieler, die sich auch austoben können, ein gutes Drehbuch, und eine routiniert-überlegene Regieleistung. A propos Schauspieler: Michael Fassbender (Magneto; Inglourious Basterds) versus James McAvoy (Charles Xavier; Wanted) muss man gesehen haben um es zu glauben, herrlich. Vaughn führt den Zuschauer auf eine Reise durch verschiedene Epochen (v.a. 2. Weltkrieg und Kalter Krieg) ohne kitschig zu wirken, verpasst den eigentlich prinzipbedingt platten Charakteren wunderbar mehrschichtige Eigenarten, und der Rachefeldzug des jungen Magneto würde alleine schon einen eigenen Film rechtfertigen ala Schindler's Liste Reloaded. Herrlich. SO muss ein Prequel aussehen, Hollywood, dann klappt's auch mit dem Reboot! 9/10 mutierte X-Chromosomen!
- Green Lantern: Nicht so schlecht wie befürchtet, aber auch nicht so gut wie erhofft. Martin Campbell (Golden Eye, Casino Royal) ist ein guter Regisseur, und Ryan Reynolds Idealbesetzung, aber auch die beiden schaffen es nicht, das Kuddel-Muddel-Drehbuch irgendwie auszugleichen. Bei Green Lantern sollte man ohnehin Gnade vor Recht walten lassen, schließlich ist die Vorlage an sich schon cheesy genug als Comic, da fragt man sich höchstens ob's in Anbetracht des immer noch prall gefüllten Marvel Repertoires in diesem Falle wirklich eine Realverfilmung gebraucht hätte. Glücklicherweise schaffen es Campbell&Reynolds mit meist treffsicherem Humor und Selbstironie, den ganzen Quatsch etwas zu entschärfen und damit guckbarer zu machen, aber ein Must-See war das jetzt nicht. 6/10 phosphoreszierende Plastikringe aus dem Kaugummiautomaten.Die letzte Hoffnung: The Avengers von Joss "Firefly" Whedon (2012)



1 comments:
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