Mittwoch, 25. November 2009
Ladies und Gentlemen: DAS BESTE VIDEO ALLER ZEITEN
Danke an die Blogs von SirDonnerbold und Corny: Wir haben geweint vor Freude. EPIC AWESOMENESS!!!
Wer sich die restlichen brandneuen Muppets-Videos reinziehen möchte, dem empfehlen wir einen Ausflug zu SirDonnerbold oder den wiederholten Besuch im neuen YouTube MuppetsStudios Kanal (jetzt auch in HD!).
Office 2010 beta verfügbar

Man hatte ja schon seit Office 2007 und jüngst Windows 7 das komische Gefühl, dass Microsoft aus irgendeinem bizarren Grund wieder auf dem richtigen Weg sind. Wer das immer noch nicht glauben möchte, der sollte sich mal die public beta von Office 2010 installieren.
Eines vorweg: Ich kenne ein paar Leute, die schon mit Office 2007 wenig anfangen können. Man sollte aber einfach mal subjektiv anerkennen, dass Microsoft einen mehr als ernsthaften Versuch unternommen haben, das elende Herumsuchen in verschachtelten Untermenüs auszumisten und dem User kontextsensitiv die wichtigsten Funktionen sofort und übersichtlich zu präsentieren, sprich: Die "Mauswege" signifikant zu reduzieren, was zwangsläufig in einer deutlich erhöhten Usability resultiert. Und falls Office 2007 als eine Art Zwischenversion resp. Experiment anzusehen ist, so scheint Office 2010 das endgültige Resultat der neuen Philosophie bei MS zu sein, frei nach dem Motto: Make it more usable! Jetzt auf alle Details der neuen Office-Programme oder die deutlich erweiterten Online-Gruppenfeatures einzugehen würde den Rahmen bei Weitem sprengen, daher empfehlen wir aus einem gewichtigen Grund einfach die mutige Installation der public beta, soweit man mindestens Vista oder idealerweise Windows 7 schon sein Eigen nennt: Microsoft's neueste Erfindung namens "Click to Run". Dieses Blog hat schon VIEL Software auch testhalber installiert, aber die "Experience" war noch nie so angenehm wie jetzt bei der Office 2010 beta: Man lädt einen ca. 2MB großen Installer herunter, der nach Ausführen ALLES völlig automatisch erledigt: Eine einigermaßen schnelle DSL-Anbindung vorausgesetzt, startet nach ca. 5 Mins automatisch das nagelneue Powerpoint und hält auf 4 Folien die wichtigsten Neuerungen bereit, nach weiteren ca. 2 bis 3 Minuten kann man alle anderen Programme wie Word und Excel direkt starten und voll benutzen! Muß man ausprobiert haben um es zu glauben. Ein parallel installiertes Office wird übrigens nicht angerührt, keine probleme beim parallelen Betrieb.
Chapeau, Microsoft! Scheinbar habt ihr all die Jahre nur auf einen ernstzunehmenden Konkurrenten wie Google mit ihrem Google Pack, Chrome (OS) und Google Wave gewartet, um endlich mal den Arsch hochzukriegen. Unsere Achtung für MS ist jedenfalls seit Win7 und jetzt Office 2010 immens gewachsen, und wir vermuten stark, dass der Konkurrenzkampf die nächsten Jahre deutlich spannender wird als von uns prognostiziert. Mehr davon! Und bitte vor allem bei den Live Essentials, die Installation ist nämlich immer noch aus dem letzten Jahrtausend und eine Katastrophe...
Dienstag, 24. November 2009
Van Damme und Lundgren: Neuer Universal Soldier!
Sly Stallone hat da vielleicht mit seinem "The Expendables" eine neue Welle losgetreten: Alte Action-Haudegen werden (in diesem Fall fast wortwörtlich) exhumiert und dürfen nochmal ordentlich auf die Kacke hauen. Leider schreit der Trailer geradezu *BILLIG*, und Regisseur John Hyams (nicht zu verwechseln mit Peter Hyams) hat sich gerademal bei ein paar US-Serienepisoden seine Sporen verdient. Sei's drum, wir sind gespannt!
Sonntag, 22. November 2009
Teaser Trailer: SPLICE (2009)
Da geht uns Biologen natürlich das Herz über, wenn Vincenzo Natali (Cube, Cypher) mit Guillermo del Toro als ausführendem Produzenten endlich wieder einen Film dreht, und dann auch noch eine moderne Golem-Mär vom entfesselten Wissenschaftler im Genlabor. Genaueres, wenn wir den Deutschland-Start in Erfahrung bringen konnten, aber wir tippen auf Direct-to-DVD. Hoffentlich bald ;)
24 Staffel 8: Bauer räumt in New York auf


Die Marketingkampagne läuft an für die mittlerweile achte Staffel von 24, und auch wenn wir mittlerweile kaum Hoffnung mehr haben, dass sich die Serie nach der rundum enttäuschenden siebten Staffel (momentan noch auf Kabel1 zu sehen) wieder alter Tugenden besinnen wird, sind wir dennoch gespannt, was Fox ab 17. Januar in den USA ausstrahlen werden.
Brüderle&Schäuble, die Waldorf&Stadler der deutschen Politik
Wie war das? Ein Brüderle sind 12 Öchsle...
Bauer sucht Frau: Narumol ist fick und fertig!
Immer wieder schön, wenn die Redaktion beim Anfertigen der Untertitel ihren Humor rausläßt.
Samstag, 21. November 2009
Geheimtipp: Public Enemy No. 1
Ja, manchmal kann das französische Kino schon was, und die filmische Aufarbeitung der Autobiographie von Jacques Mesrine, dem Staatsfeind Nummer 1 in den 60er und 70er Jahren, braucht den Vergleich mit den Hollywood-Gangsterepen von Coppola wie Good Fellas oder Der Pate nicht zu scheuen.Zur Person: 40 Morde hat er gestanden, unzählige Bankeinbrüche, Entführungen und Anschläge. Vier ebenso scheinbar mühelose wie spektakuläre Ausbrüche aus Hochsicherheitsgefängnissen gelangen ihm. Mit seiner im Gefängnis geschriebenen Autobiographie Der Todestrieb wurde er zum Tagesgespräch in Frankreich, der Staatsfeind Nr. 1: Jacques Mesrine. 20 Jahre lang hielt er die Staatsgewalt auf Trab. Bis er 1979 auf offener Straße von einem Trupp Polizisten ohne Vorwarnung förmlich hingerichtet wurde. Dies ist seine Geschichte...

Der größte Verdienst dieses Zweiteilers ("Mordinstinkt" und "Todestrieb") ist neben einem absolut glaubwürdigen Szenario und routinierter Regieleistung vor allem die Besetzung von Vincent Cassel als Mesrine, dem es gelingt, die Figur des Superkriminellen menschlich zu gestalten und doch in ihre Abgründe zu blicken. In einer Nebenrolle ist übrigens Gerard Depardieu als Gangsterboss zu genießen. Überhaupt nimmt sich die Verfilmung ausreichend Zeit für eine ausgewogene Charakterzeichnung nahezu aller Personen, was natürlich hauptsächlich der Entscheidung geschuldet ist, das Epos auch im Kino als Zweiteiler zu zeigen, anstatt wie beim deutschen Baader-Meinhof Komplex eine Kinofassung zusammenzustückeln, bei der nahezu alle Charaktere auf der Strecke bleiben, und erst im TV und auf DVD einen Zweiteiler nachzuschieben, der hoffentlich deutlich ausgewogener daherkommt als im Kino (Sonntag, 22.11. und Montag, 23.11.2009 auf der ARD um jeweils 20.15 Uhr).
Kurzum macht der Regisseur Jean-Francois Richet alles richtig, was Uli Edel bei seinem Baader-Meinhof Komplex versaute. Ein absolutes Ereignis für jeden Fan von Gangsterepen, ein großartiges Dokument des französischen Zeitgeistes und mindestens 8/10 Punkte wert.
p.s. Falls der Baader-Meinhof Komplex auch in der TV-Fassung stinken sollte (was wir erwarten), möchten wir zur RAF-Thematik nochmal nachdrücklichst den TV-Film "Mogadischu" empfehlen, der zwar von der gesamten Historie der RAF "nur" die spektakuläre Befreiung der Landshut-Geiseln behandelt, dies aber so spannend, authentisch und bis in die Nebenrollen idealbesetzt tut, dass er allemal die bessere Alternative darstellt.
Sneak Preview: GAMER (2009)
Das Jahr 2009 läuft gut für Gerard Butler: Der von den Medien zum "neuen Russell Crowe" gekrönte Schotte ist nach seinem Riesenerfolg als Spartaner-König in 300 dieses Jahr gleich in 2 großen Blockbuster-Produktionen als eiskalter Rächer am Start. Zu Law Abiding Citizen (Gesetz der Rache, seit 19/11/09 im Kino) hatten wir schon einen "netten" Trailer, und jetzt gibt es eine Besprechung zu Gamer, Written&Directed vom Regieduo Neveldine/Taylor, die dem Filmfan mit abseitigem Geschmack schon die beiden grandios-unkorrekten Statham-Vehikel Crank1&2 bescherten. Kleine Entwarnung gleich zum Anfang: Neveldine/Taylor gehen bei Gamer deutlich massengeschmackkompatibler zu Werke, sprich: Bis auf einige kleine Abartigkeiten am Rande und wenige Schimpfworte in den Dialogen liefern die beiden weitgehend Standardkost ab, exakt zugeschnitten auf den jugendlichen Gamer, der von Call of Duty, Gears Of War und Counterstrike gar nicht genug kriegen kann, sprich: Die ganzen bösen, bösen Killerspieler. Das Drehbuch ist wie schon von den beiden Crank-Filmen gewohnt ein ziemlich unlogisch-verworrener Quatsch, bei dem in der Zukunft sowohl Die Sims/Second Life als auch Online-Killerspiele dank Nanotechnik mit echten Personen in der realen Welt gespielt werden. Doch während die Avatare beim sogenannten "Society" mehr oder weniger freiwillig am Spiel teilnehmen, wurden für das Killerspiel "Slayers" zum Tode verurteilte "i-Cons" zwangsverpflichtet. So muß Butler also als höchst unfreiwillige, von außen gesteuerte "Spielfigur" seine Frau und Tochter gemeinsam mit einer Hackergruppe vor dem Boss der Firma retten, die diese Art von Spielen erfunden hat.Man sieht, Neveldine/Taylor verwursten in ihrem aktuellen Streifen so ziemlich alles, was die technologische Entwicklung momentan hergibt.
Aber auch ohne fundiertes Internet- und Spielkonsolen- "Hintergrundwissen" kann man ganz gut Spaß haben mit dem Streifen, schließlich pflegen die beiden ihre typische Cinematographie in punkto Schnitt- und Filmstil nach wie vor, sodaß sich das abermals extrem energetische Werk sehr angenehm von talentlos hektisch-verwackelter Hollywood-Standardware abhebt. Die zahlreichen Metaphern und Anspielungen funktionieren gut, der Gewaltgrad ist hoch, die Action toll inszeniert, und die Gags sitzen. Aber auch wenn Gerard Butler sich redlich Mühe gibt, der heimliche Star des Streifens ist definitiv Michael C. Hall (TV-"Dexter"), der sich mit dem Streifen endgültig als zukünftiger Bond-Bösewicht empfiehlt.Fazit: Adrenalingeladene Action-Unterhaltung, bei der man zwar das ein oder andere Mal kräftig auf die Logikbremse drücken muß, aber alles andere als Durchschnittskost und damit immer noch 7/10 digitale Headshots.
Dienstag, 17. November 2009
Wir mögen Netzwerkspeicher: Neues Mini-NAS vorgestellt


"Addonics Announces the Mini NAS, a Small Portable Network Storage Enclosure Solution That Provides Cross-Platform Access of Shared Data
SAN JOSE, Calif.--(BUSINESS WIRE)--Addonics Technologies (www.addonics.com) today announced a small and portable network storage enclosure solution called the Addonics Mini NAS. The new storage device provides fast access to data across most platforms.
Among its key features are a fast Ethernet 10/100Mbps connection and the ability to install any 2.5" SATA hard drive or Solid State Drive (SSD) and make it instantly sharable over the LAN. An USB printer can also be shared over the LAN simultaneously when attached to the Mini NAS.
The Mini NAS is the approximate size of a VHS tape cassette and weighs less than a pound. Its size makes it very portable and allows it to be installed in a small space.
The Mini NAS supports both SMB (Server Message Block) and open source Samba network protocols. This provides for cross-platform access of all shared data for most versions of Windows, Mac OS X, and various Linux distributions.
For remote users not connected over a LAN, the Mini NAS provides FTP access for up to eight simultaneous users anywhere in the world with an internet connection. In addition, the Mini NAS can be configured as a bit-torrent downloading appliance or as an iTunes media server.
Other features include ease of installation; low power requirements; the ability to be set as a DHCP server or client; support of Samba servers for up to 64 clients; support of FTP servers for up to eight clients, and the ability to be used as a print server and an UPnP AV server to share photo/music files stored on the file server with XBOX 360 video game consoles connected to a LAN.
The Mini NAS also provides read/only or read/write access to folders and administrative management access via web browser with password security.
List price starts at $69."
Schön klein und transportabel, fairer Preis, guter Leistungsumfang: Wir sind schonmal begeistert, auch wenn man die Qualität der Firmware abwarten muß. Und bei der Größe und (vermeintlicher) Portabilität hätten wir eigentlich noch einen USB-Client-Modus erwartet, um das Kistchen auch schnell mal zum Betanken via USB2.0 anschließen zu können.
GPU-beschleunigte Flash-Videos: DAS WUNDER IST GESCHEHEN!
Jauchzet auf, Netbook-Besitzer und intel Atom-Geplagte aller Herren Länder: Adobe haben endlich ein Public Pre-Release ihres nagelneuen 10.1 Flash-Plugins für Browser freigegeben. Der Versionssprung läßt keine durchschlagenden Neuerungen erahnen, aber weit gefehlt, denn: Ab sofort kümmert sich ein ordentlicher Teil des Grafikchips dank DXVA um das Decoding der bislang extrem CPU-intensiven Flashvideos. Klingt auf den ersten Blick unspektakulär, aber Besitzer älterer Rechner oder von Netbooks waren bislang dank "schwacher" CPU bzw. Intel Atom sehr leidgeprüft, wenn das Fullscreen YouTube Video wieder vor sich hin ruckelte und etliche Frames wegließ, während der CPU-Lüfter beängstigend losheulte.
Erste Tests des TBHL-Blogs mit dem Ion-befeuerten Acer Revo im Wohnzimmer-Testlabor sind nicht vor heute abend zu erwarten, aber der Tenor im Internet läßt schon erahnen, daß sich v.a. Ion-HTPC-Besitzer und nvidia-Grafikkarten im Allgemeinen (alles ab GeForce 8 aufwärts mit wenigen Ausnahmen, neuester Treiber 195.xx empfohlen) aufgrund der engen Zusammenarbeit zwischen nvidia und Adobe auf deutlich niedrigere Prozessorlast und ruckelfreies Abspielen freuen dürfen. ATI-Chips sollen eine ähnlich gute Unterstützung aufweisen (Catalyst 9.11 unbedingt erforderlich), nur (wen wundert's) bei Intel Grafikchips gibt es noch das ein oder andere Problemchen.
Also: GET IT WHILE IT'S HOT!
add.: Kurztest: Zunächst einmal scheint es auf verschiedenen Rechnern und Betriebssystemen Glückssache zu sein, ob das neue Add-On die alte Version im Browser (10.0.32.18) auch tatsächlich ersetzt. Dies mag dem Pre-Release Status geschuldet sein, sollte bis zur Final aber unbedingt deutlich zuverlässiger funktionieren! Mit dem Internet Exploder 8 hatten wir auf verschiedenen Systemen (32&64bit) wenig Glück, der Firefox (3.5.5) ließ sich auf einem System auch um's Verrecken nicht dazu bewegen, das neue Add-On zu benutzen. Es empfiehlt sich im Problemfall unbedingt, das Plug-In per Systemsteuerung-Programme zu deinstallieren und neu zu installieren, da auch ältere Versionen somit weggebügelt werden. Hilft in der Regel, außer beim Internet Exploder.
Zum Glück lief die Installation auf dem Acer Revo glatt (unbedingt nach erfolgter Installation den Browser einmal schließen und wieder starten, danach unter Extras - Add-Ons die Version des Shockwave Flash Plug-Ins checken) und wir können vermelden: Selbst qualitativ hochwertigere Flash-Streams wie z.b. bei Comedy Central (ColbertNation: Now the official Sponsor of the US Ice Speedskating Team!) oder GameTrailers (auch HD) laufen trotz Atom N270 CPU fast ruckelfrei in Fullscreen! Besitzer schnellerer Rechner haben natürlich immer noch den Vorteil, dass die hohe Prozessorlast deutlich runtergeht. Raum für Verbesserungen ist natürlich immer noch, so geht bei aufwendigen Schwenks resp. heftigen Bildwechseln die Framerate immer noch etwas in die Knie, aber unterm Strich haben Adobe da endlich einiges richtig gemacht.
Montag, 16. November 2009
TV-Rundschau: Aktueller Höhepunkt der Bauer sucht Frau - Staffel
Bauer Dieter's Hunchback-Muddi dreht völlig durch beim Kuchen backen: priceless!
Donnerstag, 12. November 2009
Literatur-Rundschau
Herbst in Deutschland: Das Wetter ist zum Davonlaufen, die Tage werden kürzer, die Nächte kälter und beschissener. Also am Besten ein gutes Buch für's Sofa, dann kann auch der Winter kommen. Das TBHL-Blog gibt mal aktuelle Literaturtipps ab, schließlich haben wir auch ein Herz für gedruckte Medien.
Richard Dawkins: The Greatest Show On Earth
Ja, Dawkins ist ein brillianter Wissenschaftler und noch besserer Erklärer. Ja, sein Selfish Gene sollte zur Standard-Ausstattung jedes naturwissenschaftlich interessierten Lesers gehören. Und ja, seine andauernden Kreuzzüge gegen Religion, 2007 durch sein The God Delusion zum Hype überstilisiert, gehen uns gehörig auf die Nerven, besteht Der Gotteswahn doch fast vollends aus geistiger Onanie. Aber Gottseidank hat sich Dawkins alter Tugenden besonnen und ein hervorragendes, unglaublich anschauliches und auch für den Laien leicht verständliches Buch über die Evolution geschrieben, das sozusagen als Nachfolger des Selfish Gene wiederum ins Regal gehört. Sicher, seine typischen (und vollkommen rechtmäßigen) Seitenhiebe gegen Kreationisten sind reichlich vorhanden, aber die sonst bei Herrn Dawkins übliche Anti-Religions-Hetze wurde auf ein Mindestmaß zurückgefahren. Ein tolles Buch, das sich auch als Weihnachtsgeschenk für Freunde und Familie eignen könnte, damit die mal kapieren, was wir als Biologen eigentlich so toll finden.
Eoin Colfer: And another Thing...: The Sixth Hitchhiker's Guide To The Galaxy
Am 11. Mai 2001 ist viel zu früh der brilliante Douglas Adams gestorben, und mit ihm eigentlich auch sein literarisches Schaffen. Eigentlich, weil Douglas' Familie den in England sehr bekannten Autor Eoin Colfer, beliebt für seine erfolgreichen Artemis Fowl-Kinderbücher, damit beauftragt hat, einen neuen Hitchhiker-Teil zu schreiben. Groß war die Angst und auch der Haß alter H2G2-Fans über dieses vermeintliche Sakrileg, und nur langsam legt sich der Staub, denn: Eoin hat es tatsächlich geschafft und einen blitzsauberen Job abgeliefert! Alle liebgewonnenen Charaktere sind wieder da, sie reden exakt so wie sie sollen, werden in exakt die absurden Situationen und Dialoge verwickelt, wie die Fans das gewöhnt sind, und dank vieler Zitate aus den vorhergehenden Büchern fühlt sich der sechste teil tatsächlich fast so an, als ob ihn Douglas selbst geschrieben hätte. Good job, Eoin, and thanks for all the fish!
Jane Austen & Seth Grahame-Smith: Pride and Prejudice and Zombies
"It is a truth universally acknowledged that a zombie in possession of brains must be in want of more brains." So, das ist jetzt was für Genießer! Frei nach dem Motto "Klassiker revisited" fabriziert der US-amerikanische Verlag Quirk Books neben ganz normalen Ratgebern und Literatur auch gerne mal sog. "crossover literature", und uns ist die "zombifizierte" Version des Jane Austen-Klassikers "Pride and Prejudice" (Stolz & Vorurteil) in die Pfoten gefallen. Neben der Vorfreude, die uns packt, weil ein Hollywoodstudio schon die Filmrechte an dem geilen Shit gekauft hat, wollen wir nur noch ein paar Pressestimmen sprechen lassen und verabschieden uns in die wohlverdiente Nachtruhe. Nächstesmal gibt es dann vielleicht von Jane Austen "Sense and Sensibility and Seamonsters": EPIC SHIT!
'A delectable literary mash-up might we hope for a sequel? Grade A-.'—Lisa Schwarzbaum of Entertainment Weekly
'Jane Austen isn't for everyone. Neither are zombies. But combine the two and the only question is, Why didn't anyone think of this before? The judicious addition of flesh-eating undead to this otherwise faithful reworking is just what Austen's gem needed.'—Wired
'Has there ever been a work of literature that couldn't be improved by adding zombies?'—Lev Grossman, Time
'Such is the accomplishment of Pride And Prejudice And Zombies that after reveling in its timeless intrigue, it's difficult to remember how Austen's novel got along without the undead. What begins as a gimmick ends with renewed appreciation of the indomitable appeal of Austen's language, characters, and situations. Grade A.'—The Onion A.V. Club
Richard Dawkins: The Greatest Show On EarthJa, Dawkins ist ein brillianter Wissenschaftler und noch besserer Erklärer. Ja, sein Selfish Gene sollte zur Standard-Ausstattung jedes naturwissenschaftlich interessierten Lesers gehören. Und ja, seine andauernden Kreuzzüge gegen Religion, 2007 durch sein The God Delusion zum Hype überstilisiert, gehen uns gehörig auf die Nerven, besteht Der Gotteswahn doch fast vollends aus geistiger Onanie. Aber Gottseidank hat sich Dawkins alter Tugenden besonnen und ein hervorragendes, unglaublich anschauliches und auch für den Laien leicht verständliches Buch über die Evolution geschrieben, das sozusagen als Nachfolger des Selfish Gene wiederum ins Regal gehört. Sicher, seine typischen (und vollkommen rechtmäßigen) Seitenhiebe gegen Kreationisten sind reichlich vorhanden, aber die sonst bei Herrn Dawkins übliche Anti-Religions-Hetze wurde auf ein Mindestmaß zurückgefahren. Ein tolles Buch, das sich auch als Weihnachtsgeschenk für Freunde und Familie eignen könnte, damit die mal kapieren, was wir als Biologen eigentlich so toll finden.
Am 11. Mai 2001 ist viel zu früh der brilliante Douglas Adams gestorben, und mit ihm eigentlich auch sein literarisches Schaffen. Eigentlich, weil Douglas' Familie den in England sehr bekannten Autor Eoin Colfer, beliebt für seine erfolgreichen Artemis Fowl-Kinderbücher, damit beauftragt hat, einen neuen Hitchhiker-Teil zu schreiben. Groß war die Angst und auch der Haß alter H2G2-Fans über dieses vermeintliche Sakrileg, und nur langsam legt sich der Staub, denn: Eoin hat es tatsächlich geschafft und einen blitzsauberen Job abgeliefert! Alle liebgewonnenen Charaktere sind wieder da, sie reden exakt so wie sie sollen, werden in exakt die absurden Situationen und Dialoge verwickelt, wie die Fans das gewöhnt sind, und dank vieler Zitate aus den vorhergehenden Büchern fühlt sich der sechste teil tatsächlich fast so an, als ob ihn Douglas selbst geschrieben hätte. Good job, Eoin, and thanks for all the fish!
Jane Austen & Seth Grahame-Smith: Pride and Prejudice and Zombies"It is a truth universally acknowledged that a zombie in possession of brains must be in want of more brains." So, das ist jetzt was für Genießer! Frei nach dem Motto "Klassiker revisited" fabriziert der US-amerikanische Verlag Quirk Books neben ganz normalen Ratgebern und Literatur auch gerne mal sog. "crossover literature", und uns ist die "zombifizierte" Version des Jane Austen-Klassikers "Pride and Prejudice" (Stolz & Vorurteil) in die Pfoten gefallen. Neben der Vorfreude, die uns packt, weil ein Hollywoodstudio schon die Filmrechte an dem geilen Shit gekauft hat, wollen wir nur noch ein paar Pressestimmen sprechen lassen und verabschieden uns in die wohlverdiente Nachtruhe. Nächstesmal gibt es dann vielleicht von Jane Austen "Sense and Sensibility and Seamonsters": EPIC SHIT!
'A delectable literary mash-up might we hope for a sequel? Grade A-.'—Lisa Schwarzbaum of Entertainment Weekly
'Jane Austen isn't for everyone. Neither are zombies. But combine the two and the only question is, Why didn't anyone think of this before? The judicious addition of flesh-eating undead to this otherwise faithful reworking is just what Austen's gem needed.'—Wired
'Has there ever been a work of literature that couldn't be improved by adding zombies?'—Lev Grossman, Time
'Such is the accomplishment of Pride And Prejudice And Zombies that after reveling in its timeless intrigue, it's difficult to remember how Austen's novel got along without the undead. What begins as a gimmick ends with renewed appreciation of the indomitable appeal of Austen's language, characters, and situations. Grade A.'—The Onion A.V. Club
Kurzer Prozeß: Jennifer's Body (2009)
Drehbuch: MiesRegie: Talentfrei
Kamera: langweilig
Musik: Dem Teenie-Markt anbiedernder, belangloser Poprock-Scheißdreck
Schauspieler: Kann man vergessen
Humor: Ich hab keinen gefunden
Effekte: CGI eine einzige Frechheit, handwerklich gibt's wenig zu sehen; sollte wohl PG13/FSK16-kompatibel bleiben, um die pubertierende Zielgruppe auch ja zu erreichen
Fazit: 2/10 Punkte. Einer für die Brüste von Megan Fox, einer für den Po.
Frei nach dem Motto: Wenn schon im Vorfeld das produzierende Studio (welch Wunder: 20th Century Fox) jeglichen Anspruch über Bord geworfen hat, tun wir das eben auch. HELL, NO!
Gruslige Kids: THE CHILDREN (2008) vs. ORPHAN (2009)
Ja, man hat's nicht leicht mit den Blagen: Ob selbst gezeugt oder adoptiert, man kann sich nie sicher sein, nicht doch den völligen Antichristen an der eigenen Brust genährt zu haben.
Horrorfilme mit Kindern in der Rolle der Täter haben Tradition, sei es Rosemary's Baby (1968), The Omen (1976), Children Of The Corn (1984) oder Village Of The Damned (1995): Wenn die lieben Kleinen erstmal den Aufstand gegen ihre Ernährer proben, bleibt kein Kopf mehr auf den Schultern und keine Eingeweide im Bauch, da hilft dann auch kein Kindchenschema mehr. Überleben heißt die Devise, und der rebellische Nachwuchs muß eben abserviert werden, wenn Pappa's kleine Prinzessin zur reißenden Bestie mutiert.
Heute widmen wir uns in einem Aufwasch gleich 2 jungen Vertretern des beliebten Genres, angefangen mit der britischen Produktion The Children aus dem Jahre 2008. Regie führte hier der TV-Routinier Tom Shankland, der nebenbei auch das Script verfasste und 2007 mit dem arg durchwachsenen Krimi-Horror-Thriller "Waz" für etwas Aufmerksamkeit sorgen konnte. Sein Hollywood-Erstling ging jedoch nicht zuletzt durch das mißlungene "Saw"-inspirierte Marketing und den extremen DV-Digitallook trotz einer abermals glänzenden Performance von Stellan Skarsgard (Selma Blair übrigens in einer Nebenrolle vertreten) ziemlich unter.
Leider fehlen seinem jüngsten Streifen exakt solche hochkarätigen Schauspieler in den Rollen der Erwachsenen, aber diese bleiben prinzipbedingt auch eher Nebenfiguren, denn die wahren Stars in The Children sind dann auch die Kids, die frisch von Parasiten infiziert in einer Art von Tollwut befallen ordentlich die Sau rauslassen. So sind dann auch neben den Effekten vor allem der gelungene Schnitt und die bedrohliche Musikuntermalung hervorzuheben, was den teils extrem fiesen Film unterm Strich vor allem als 1a Empfängnisverhüter funktionieren lässt, denn auf's Kinderkriegen hat danach niemand mehr ernstlich Lust. 7/10 beißwütige Zwerge, mit einem besseren Schauspieler-Ensemble und größerem Budget wäre dann auch noch mehr drin gewesen.
Der zweite im Bunde ist Orphan (2009) vom Spanier Jaume Collet-Serra, der einigen durch sein gar nicht mal schlechtes Hollywood-Debüt House Of Wax (2005) noch in angenehmer Erinnerung sein dürfte (und sei es nur durch den drastischen Tod von Paris Hilton). Daß Spanier richtig guten klassischen Horror können, wissen wir nicht erst seit Guillermo del Toro, Alex de la Iglesia oder Jaume Balaguero, und auch Senor Collet-Serra macht da zum Glück keine Ausnahme.
Orphan ist richtig gelungenes, klassisches Gruselkino, das auf zu viel Effekthascherei und Gemantsche locker verzichten kann und stattdessen den psychologischen Grusel in den Vordergrund stellt. Getragen von einem intelligenten Drehbuch, talentierter Regiearbeit und hervorragendem Soundtrack und Kamera, erwartet den geneigten Zuschauer eine klassische Adoptions-Tour de Force, die den Ausdruck "Kuckuckskind" in eine neue Dimension des Grauens hebt. Eine besondere Erwähnung verdient die Leistung der Schauspielerin Vera Farmiga (u.a. Running Scared (2006)) in der Hauptrolle der verzweifelten Mutter, deren psychisches und physisches Leid den Zuschauer an die Grenzen des Unerträglichen bringt. Selbst das angetäuschte Happy End bleibt trocken im Halse stecken. Unbedingter Guckbefehl und locker 8/10 Punkte auf der Waisenhorror-Skala.
Horrorfilme mit Kindern in der Rolle der Täter haben Tradition, sei es Rosemary's Baby (1968), The Omen (1976), Children Of The Corn (1984) oder Village Of The Damned (1995): Wenn die lieben Kleinen erstmal den Aufstand gegen ihre Ernährer proben, bleibt kein Kopf mehr auf den Schultern und keine Eingeweide im Bauch, da hilft dann auch kein Kindchenschema mehr. Überleben heißt die Devise, und der rebellische Nachwuchs muß eben abserviert werden, wenn Pappa's kleine Prinzessin zur reißenden Bestie mutiert.
Heute widmen wir uns in einem Aufwasch gleich 2 jungen Vertretern des beliebten Genres, angefangen mit der britischen Produktion The Children aus dem Jahre 2008. Regie führte hier der TV-Routinier Tom Shankland, der nebenbei auch das Script verfasste und 2007 mit dem arg durchwachsenen Krimi-Horror-Thriller "Waz" für etwas Aufmerksamkeit sorgen konnte. Sein Hollywood-Erstling ging jedoch nicht zuletzt durch das mißlungene "Saw"-inspirierte Marketing und den extremen DV-Digitallook trotz einer abermals glänzenden Performance von Stellan Skarsgard (Selma Blair übrigens in einer Nebenrolle vertreten) ziemlich unter.
Leider fehlen seinem jüngsten Streifen exakt solche hochkarätigen Schauspieler in den Rollen der Erwachsenen, aber diese bleiben prinzipbedingt auch eher Nebenfiguren, denn die wahren Stars in The Children sind dann auch die Kids, die frisch von Parasiten infiziert in einer Art von Tollwut befallen ordentlich die Sau rauslassen. So sind dann auch neben den Effekten vor allem der gelungene Schnitt und die bedrohliche Musikuntermalung hervorzuheben, was den teils extrem fiesen Film unterm Strich vor allem als 1a Empfängnisverhüter funktionieren lässt, denn auf's Kinderkriegen hat danach niemand mehr ernstlich Lust. 7/10 beißwütige Zwerge, mit einem besseren Schauspieler-Ensemble und größerem Budget wäre dann auch noch mehr drin gewesen.Der zweite im Bunde ist Orphan (2009) vom Spanier Jaume Collet-Serra, der einigen durch sein gar nicht mal schlechtes Hollywood-Debüt House Of Wax (2005) noch in angenehmer Erinnerung sein dürfte (und sei es nur durch den drastischen Tod von Paris Hilton). Daß Spanier richtig guten klassischen Horror können, wissen wir nicht erst seit Guillermo del Toro, Alex de la Iglesia oder Jaume Balaguero, und auch Senor Collet-Serra macht da zum Glück keine Ausnahme.
Orphan ist richtig gelungenes, klassisches Gruselkino, das auf zu viel Effekthascherei und Gemantsche locker verzichten kann und stattdessen den psychologischen Grusel in den Vordergrund stellt. Getragen von einem intelligenten Drehbuch, talentierter Regiearbeit und hervorragendem Soundtrack und Kamera, erwartet den geneigten Zuschauer eine klassische Adoptions-Tour de Force, die den Ausdruck "Kuckuckskind" in eine neue Dimension des Grauens hebt. Eine besondere Erwähnung verdient die Leistung der Schauspielerin Vera Farmiga (u.a. Running Scared (2006)) in der Hauptrolle der verzweifelten Mutter, deren psychisches und physisches Leid den Zuschauer an die Grenzen des Unerträglichen bringt. Selbst das angetäuschte Happy End bleibt trocken im Halse stecken. Unbedingter Guckbefehl und locker 8/10 Punkte auf der Waisenhorror-Skala.
Freitag, 6. November 2009
Rammstein: LIFAD wurde indiziert

Via Rammstein's Facebook Page:
"Urteilsspruch: Das neue Rammstein Album ist auf Antrag des durch die Ministerin von der Leyen geführten Bundesministeriums indiziert worden und wird zukünftig lediglich unter der Ladentheke zu haben sein. Volljährige sollten ihren Ausweis nicht vergessen und dann beim Händler ihres Vertrauens nachfragen. Indiziert wurden "ich tu dir weh" sowie das Foto des Artworks, das Richard mit der auf seinem Knie liegenden Frau darstellt. Begründet wurde es damit, dass dies eine jugendgefährdende Darstellung von S/M- Praktiken sei. Zudem wurden weitere Aspekte besprochen, z.B. wurde durch Mitglieder des Prüfungsgremium die Meinung vertreten, dass R+ durch den Titel „Pussy“ zu ungeschütztem GV in Zeiten von Aids animieren würde."
Deutschland anno 2009. .. und die BPjM dreht immer noch hohl. Danke, Ursula.
add.: Spiegel Online haben mittlerweile auch ein recht amüsantes Stück zu dem Schmierentheater parat.
Mittwoch, 4. November 2009
Sonntag, 1. November 2009
George A. Romero strikes again: SURVIVAL OF THE DEAD
Schwer zu sagen, ob der Altmeister des intelligenten Zombie-Horrors mit seinem neuesten Film nach dem miesen Land Of The Dead (2005) und dem okayen Diary Of The Dead (2007) wieder zu alter Höchstform zurückfindet. Ein paar CGI-Gore-FX im Trailer sehen eher peinlich aus, hoffentlich nimmt sich der Streifen nicht allzu ernst. Release-Termin steht noch aus. Wir hoffen mal das Beste!
Happy, happy Halloween: Trick'r Treat (2008)
Es ist eine gute Tradition, rechtzeitig zu Halloween einen Film am Start zu haben, der den Geist des Heidenfestes ganz ordentlich einfängt und im Idealfall nebenher noch ordentlich Spaß macht. Insofern ist 2009 wirklich ein gelungenes Jahr, denn wir haben mit Trick'r Treat einen hervorragenden Vertreter der Halloween-Genrefilme am Start.Michael Dougherty, dessen unrühmliche Filmkarriere unter anderem eine Script-Beteiligung an Superman Returns beinhaltet, hat als Writer&Director einen astreinen Horror-Episoden-Slasher produziert, nicht unähnlich dem brillianten 11:14 (2003), aber eben mit dem Halloween-Horror-Theme versehen. Die Rahmenhandlung findet statt in einer Halloween-Nacht mit allem, was das Fest bei den Ammis zu bieten hat, spielt aber so gelungen mit der Erwartungshaltung des Zuschauers und verbindet seine Handlungsstränge so geschickt, dass es eine wahre Freude ist, dieser nacht als Zuschauer zu folgen. Ein herrlicher Spaß nicht nur für die gelungene Halloween-Party und eine dicke Empfehlung für Dougherty, auch mal größere Projekte zu übernehmen. 8/10 ausgenommene Kürbisköpfe.
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